Bildungscontrolling von Konzepten arbeitsplatznaher Weiterbildung : Wirkungsforschung zur individuellen Lernbegleitung (iLB)
Insbesondere individuelle, flexible sowie arbeitsplatznahe Lernformen erlangen in einer sich rasant wandelnden Arbeitswelt eine zunehmende Relevanz. Die individuelle Lernbegleitung (iLB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist eine auf einem konstruktivistischen Lernverständnis basierende interne Qualifizierungsform. Die iLB intendiert auf der Ebene des Individuums den nachhaltigen Transfer von Qualifizierungsinhalten in den beruflichen Alltag auf Basis eines erfahrungsorientierten und arbeitsintegrierten Lernkonzepts. Ausgehend von spezifischen Problemlagen der Beschäftigten in der Praxis und von einem individuell ermittelten Lernbedarf unterstützt eine speziell qualifizierte interne Lernbegleitung das Lernen. Das Ziel dieser Begleitung ist es, den Transfer des Erlernten in die Berufspraxis und somit die Nachhaltigkeit des Lernens zu fördern. Der vorliegende Forschungsbericht fokussiert die Frage, inwieweit die individuelle Lernbegleitung dazu imstande ist, eine im Vergleich stärker fundierte und nachhaltigere Kompetenzausprägung zu ermöglichen als ohne die Verwendung einer iLB. Darüber hinaus gilt es, lernförderliche Rahmenbedingungen auf den Transfererfolg zu identifizieren. Die Ergebnisse der Wirkungsforschung belegen, dass mit der iLB ein zukunftsweisendes Lernformat in der BA etabliert ist. Es befähigt die Mitarbeitenden dazu, arbeitsplatzrelevante und interessenorientierte Lernaufgaben im Kontext der durch die Arbeitsmarkttransformation induzierten Weiterbildungsbedarfe eigenverantwortlich zu bewältigen. Dies führt zu nennenswerten Entwicklungen vor allem in überfachlichen Kompetenzdimensionen.
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